MP3: Akzeptanzkriterien von mobilen Bezahlverfahren

Diese Untersuchung beschäftigte sich mit den zusätzlichen Einflussfaktoren auf die Akzeptanz des mobilen Bezahlens. Darunter fallen Fragestellungen, die durch die Ergebnisse der beiden vorangegangenen Studien entstanden sind. In den Studien MP1 und MP2 wurde ermittelt, dass zur Abwicklung eines mobilen Bezahlverfahrens eine Bank gegenüber einem Kreditkarteninstitut oder gegenüber einem spezialisiertem Intermediär bevorzugt wird. Dabei wird unter anderem auf die möglichen Gründe „Vertrauen“ und „Kompetenz“ der Bank im Hinblick auf die Abwicklung der Zahlungsvorgänge eingegangen. Außerdem wurde eingehender analysiert, ob der Teilnehmer jeglichem Unternehmen mit einer Banklizenz das gleiche Maß an Vertrauen entgegen bringt wie bspw. der eigenen Hausbank. Zusätzlich wurde im direkten Vergleich von Bezahlsystemen ermittelt, in welchem Szenario die Teilnehmer mit welchem Bezahlsystem bezahlen möchten, wobei die Auswahl aus Bargeld, dem mobilen Bezahlverfahren, der EC-Karte bzw. Lastschrift und der Kreditkarte bestand. Eine weitere wichtige Frage, auch in Bezug auf die Benutzerfreundlichkeit, ist, ob der Nutzer eine PIN-Eingabe für den Bezahlvorgang wünscht und wenn ja, ab welcher Betragshöhe dies umgesetzt werden sollte. Ferner wird geklärt, ob und unter welchen Bedingungen ein Endkunde bereit ist, eine Registrierung in Kauf zu nehmen, um am mobilen Bezahlverfahren teilzunehmen. In diesem Zusammenhang wurde überprüft, ob die geschätzte Nutzungshäufigkeit einen Einfluss auf die Akzeptanz einer Registrierung hat. Zusätzlich wurde ermittelt, bei wie vielen unterschiedlichen Verfahren ein Kunde bereit wäre, sich zu registrieren und die Gründe für die Entscheidung. Außerdem wurde die Nutzungsakzeptanz eines mobilen Bezahlverfahrens in Kombination mit einem Bonusprogramm erhoben als auch die Einschätzung, ob ein solches Bonusprogramm die Nutzungshäufigkeit des Verfahrens steigere. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Konferenzbeitrag "Ausgestaltung mobiler Bezahlverfahren - Ergebnisse der Studie MP3" (Wiedemann, Goeke und Pousttchi, 2008) vorgestellt.